Das Prinzip der Gewinnmaximierung / ein spezieller Kritikpunkt

Heute kann es sich zwar kein Unternehmen leisten, nicht zumindest von wahrem Genuss,  Natür-lichkeit oder fairem Handel zu sprechen. Für Teile der Allgemeinheit stehen Firmen längst als Garant für guten Geschmack. Während jene und ähnliche Wertvorstellungen (vordergründig?) bedient werden, wird die Logik des Handels insgesamt auf gänzlich andere Weise geprägt. Das Prinzip der Gewinnmaximierung wirkt sich nachhaltig auf den gesamten Handel aus. Bunter Facettenreichtum wird durch jene eindimensionale Ausrichtung unterbunden. Dem Handel wird durch die aufgesetzte Funktionalität ein folgenschwerer Stempel aufgedrückt. Im Arbeitsalltag stellen einhergehender Stress und Druck für die Mitarbeiter den Dauer- und Normalzustand dar. 

 

Maximierung von Gewinnen kann ebenso zum Prinzip erhoben wie auch wieder als solches aufgehoben werden. Auch diese komplexe Einflussnahme ist weder notwendig, noch allgemein nützlich oder gar natürlich. Grundlegende Betrachtungen legen es nahe, dass Gewinnmaximierung, ähnlich wie das Verständnis des Menschen als Krone der Schöpfung, nicht mehr so recht passen. Sowohl auf Seiten der Arbeitgeber als auch auf Seiten der Arbeitnehmer werden menschliche Bedürfnisse verdeckt. Längerfristig wird weder die Optimierung von Arbeitsprozessen noch die final-funktionale Ausrichtung der Arbeit Bestand haben können, solange menschliche Bedürfnisse missachtet werden.