Kurze Übersichtsdarstellung

Der Weg von Marogal ist der Weg einer tatsächlichen Veränderung. Insgesamt wird auf den Abbau jenes Ungleichgewichts abgezielt, welches allgemein als „Schere zwischen Arm und Reich“ bezeichnet wird. Hierzulande und weltweit werden einzelne Menschen und Gesellschaften nachhaltig beeinflusst. Während ein geringer Teil Vermögen und gigantischen Einfluss vergrößert, verliert gleichzeitig die breite Masse.

 

Die hier skizzierte grundlegende Einflussnahme bzw. der von Marogal angestrebte Abbau des Ungleichgewichts unterscheidet sich von politischem Engagement und üblicher Gestaltung des Alltags. Allgemein stellen beispielsweise faire Entlohnung, Auslegung von Arbeitsbedingungen, Rechtsprechung und die Umsetzung von Alltagspraktiken keine unmittelbaren Ziele jener grundlegenden Einflussnahme dar. Vielmehr wird eine „ausgeglichene“ Ausgangssituation und damit die Möglichkeit der Umsetzung dieser Ziele begünstigt. Erforderliche Einflussmöglichkeiten und wirtschaftliche Kreisläufe sind immer schon vorhanden und bleiben als solche auch längerfristig unverändert. Über parteipolitische und nationale Grenzen hinweg wird ausschließlich mit legitimen und legalen Mitteln innerhalb des erforderlichen juristischen Rahmens gewirkt.


Der hier skizzierte Weg zeichnet sich durch die Umsetzung einer alternativen Handlungsmöglichkeit aus. Erstmals wird es durch die konkrete Realisierung eines und dann weiterer Produkte eine Wahlmöglichkeit geben, die nicht weiter das Ungleichgewicht bedient. Die Besonderheit liegt schlicht und einfach in der Regelung der Arbeitsbedingungen und insbesondere der Festlegung der Verwendungszwecke der Gewinne. Einerseits werden diese Bestimmungen von den entsprechenden Unternehmen in der allgemein einsehbaren Satzung des Unternehmens festgehalten. Andererseits tragen diese, nunmehr festgelegten Bestimmungen, nicht weiter zum Ausbau sondern zum Abbau des Ungleichgewichts bei.
Zudem wird die tatsächliche Umsetzung jener Bestimmungen durch die Möglichkeit der öffentlichen Einsichtnahme in Geschäftsbücher und Satzung gewährleistet.

Während die Festlegungen der Bestimmungen das Hauptanliegen von Marogal darstellen, öffnen sich insgesamt vielschichtige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Umsetzung überhaupt und beispielsweise die Umsetzung angemessener Arbeitsbedingen und gerechte Entlohnung im Sinne aller Angestellten und Mitarbeiter ist Angelegenheit des Unternehmens. Erstmals sind allumfassende ethische Betrachtungen und die tatsächliche Umsetzung von ethischen Standards möglich. Gewinne, Gesellschafter und Gesellschaft bzw. Gemeinschaft rücken näher zusammen. Das Unternehmen zeichnet sich durch die Auswahl aus, wie künftig mit Gewinnen verfahren wird.

Als Verwendungszwecke bieten sich insbesondere freie und soziale Projektförderungen an. Längerfristig ist von veränderten Bezügen aller Mitarbeiter zum Unternehmen und einer insgesamt veränderten Ausrichtung des Unternehmens auszugehen.

 

Die praktische Einflussnahme von Marogal begrenzt sich auf die Realisierung von Produkten. Darüber hinaus öffnen sich neue Betrachtungsweisen und Zugänge. Während allgemein gezielt vorgenommene Perspektivenwechsel zwar Vielschichtigkeit bzw. Komplexität der Inhalte hervorheben (1 erweitere Betrachtung), erweitert die Frage nach basalen Grundlagen (2 neue Betrachtung) insgesamt den Fokus: die neue Betrachtung der Inhalte gewinnt eine gänzlich neue Dimension. Die nunmehr erweiterte Betrachtung rückt die gegenwärtige Ausgangssituation ins Zentrum und unterstreicht die Notwendigkeit von grundlegenden Veränderungen. Sie lädt ein Konsumzwang, Wettbewerb, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit und diverse alltägliche Auslegungen neu zu verstehen. Kritisch werden u.a. Abhängigkeitsbeziehungen von Gewinnmaximierung unterschieden und folgende fünf bedeutende Veränderungen durch Marogal im Haupttext herausgearbeitet:

 

  • Erstmals gibt es eine gangbare Alternative, bei der nicht das Ungleichgewicht bedient wird. Erstmals haben Menschen die Möglichkeit, sich gegen das Ungleichgewicht zu entscheiden und auch entsprechend zu handeln.
  • Minimal- und Maximallöhne, faire Löhne an sich und gerechte Arbeitsbedingungen sind endgültig gesichert.
  • Erwirtschaftete Gewinne kommen jetzt der Allgemeinheit zu Gute.
    Unternehmen streben zukünftig spezielle Ziele an, die in den neuen Grundsätzen des Unternehmens verankert sind.
  • Der Fokus neuer Betrachtungen ist auf grundlegende Einflussfaktoren gerichtet.
  • Real umsetzbare Handlungswege tragen schrittweise zum Abbau des Ungleichgewichts und mannigfacher,
    anschließender Folgeprobleme bei.
  • Erstmals wird das Ungleichgewicht längerfristig und nachhaltig abgebaut.


Am Anfang des Weges steht die Entscheidung gegen jene Missstände und gegen nachhaltige Beeinflussung. Veränderungen sind dann in Gang gebracht, wenn ein erstes und dann weitere Produkte umgesetzt und sich entsprechendes Kaufverhalten einzelner Mensch eingestellt hat. Während Stück für Stück ausgeglichener Handel Wirklichkeit wird, wird das Ungleichgewicht nicht weiterhin als „normal“ verstanden. Marogal ist eine Einladung, die zum freiwilligen Mitmachen führen kann. Direkt oder vielleicht auch weniger offensichtlich, sind wir alle vom Ungleichgewicht betroffen. Angesprochen sind wir alle. Schließlich ist der Abbau des Ungleichgewichts und anschließender Ungerechtigkeit Anliegen der Gemeinschaft.